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Prof. Dr. Jutta Papenbrock

Sammlung einer Seegras-Art in Indien

Auf dem Papier sieht mein Lebenslauf sehr geradlinig aus, im Kopf gab es immer sehr viele parallele Optionen.
So interessierten mich zur Schulzeit Geschichte und Biologie gleichermaßen. Nach einer Entscheidung für ein Biologiestudium habe ich dieses zumindest in drei verschiedenen Städten absolviert. Diese Interessendiversität hat sich in der Bearbeitung von recht unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten im Laufe der Karriere ausgewirkt (Hormonphysiologie; Chlorophyllbiosynthese; Schwefelstoffwechsel; Physiologie, Inhaltsstoffe und Evolution von Küstenpflanzen; neue, stresstolerante Nutzpflanzen), aber letztendlich ging es immer um den vernetzten Stoffwechsel und seine Metabolite. Und in letzter Zeit kann ich den zeitlichen Horizont meiner geschichtlichen Interessen erweitern, da wir uns zunehmend mit der Evolution und Entwicklung von Pflanzen(gruppen) und ihre Biosynthesewege beschäftigen.

 


Die unglaubliche Vielfalt von Pflanzen holen wir uns ins Labor und ins Gewächshaus, und vielleicht sind einige Pflanzenarten dabei, die mit den Klimaveränderungen, vor allem Trockenheit und Versalzung von Böden, besser zurechtkommen als herkömmliche Nutzpflanzen.
Unsere Kinder und mein Mann kennen sich mittlerweile in vielen Küstenregionen ganz gut aus und suchen mit mir nach salztoleranten Pflanzen, Seegräsern und Mutterkorn auf Schlickgras. Diesen Beruf lässt man nicht im Institut, er begleitet einen immer und zu jeder Zeit.
Das Kennenlernen von vielen Menschen und aus verschiedenen Kulturen aus aller Welt sehe ich ebenfalls als großartigen Vorteil des Berufes einer Professorin. Wenn es uns nun noch gelingt tatsächlich etwas zur Nahrungsmittelsicherheit für noch mehr Menschen auf diesem Planeten beizutragen, wäre das sehr schön und befriedigend. 

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