• Zielgruppen
  • Suche
 

Prof. Dr. Georg Guggenberger wird mit dem CULTURA-Preis 2017 ausgezeichnet

Prof. Dr. Georg Guggenberger [Foto: Naturwissenschaftliche Fakultät, Webredaktion]
Prof. Dr. Georg Guggenberger [Foto: Naturwissenschaftliche Fakultät, Webredaktion]

Der europäische Preis für zukunftsgerechte Landnutzung, der von der Alfred Toepfer-Stiftung verliehen wird, würdigt die Forschung Prof. Guggenbergers zum Schutz der organischen Bodensubstanz und zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit unter dem Aspekt des globalen Wandels:
Das unabhängige Kuratorium für den CULTURA-Preis hatte entschieden, dass der ganzheitliche Ansatz von Prof. Guggenberger – als „Boden-Brücken-Baumeister“ – zum Schutz der Böden, mit dem er die Grenzen von Fachdisziplinen, Nationen und Bevölkerungsgruppen überwindet, im höchstem Maße auszeichnungswürdig sei. Der 2007 geschaffene Preis zeichnet europaweit Forscherinnen und Forscher aus, welche innovative Arbeitsansätze in den Gebieten Naturschutz, Land und Forstwirtschaft sowie den damit verbundenen Wissenschaften vorweisen. Des Weiteren wird darauf geachtet, dass die Forschenden ein öffentliches Bewusstsein für ihre Arbeit schaffen. Seit 2012 wird der Preis unter dem Namen „Cultura“ vergeben. Er ist mit 25.000 Euro dotiert.

Prof. Guggenberger untersucht unter anderem im Rahmen von Einzel- und Verbundprojekten die Rolle und Bedeutung des Bodens im globalen Kohlenstoffkreislauf und macht somit die Auswirkungen des Klimawandels sichtbar. Seine Arbeit findet in den unterschiedlichsten Klimazonen statt. Vom Permafrost in Sibirien und der Antarktis bis nach Indonesien, Äthiopien und Brasilien sowie in Zentral- und Osteuropa. Auf diese Weise verbindet der Bodenwissenschaftler alle Kontinente.

Im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprogramms BonaRes (Boden als natürliche Ressource) untersucht Prof. Guggenberger den Erhalt der Fruchtbarkeit landwirtschaftlich genutzter Böden mithilfe von Zwischenfrüchten. Außerdem organisiert er gemeinsame Exkursionen mit Studierenden und initiiert Sommerschulen. Neben dem bodenwissenschaftlichen Austausch sind ihm hierbei die internationale Verständigung und der „Blick über den Tellerrand“ für Studierende und Dozierende ein wichtiges Anliegen. Als amtierender Präsident der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft (DBG) hält er intensiven Kontakt zu etlichen internationalen bodenwissenschaftlichen Verbänden.
Prof. Guggenbergers große Leistung liegt laut dem Kuratorium darin, Grundlagenforschung zielführend mit anwendungsorientierter Forschung zum Bodenschutz zu kombinieren und dabei Menschen unterschiedlichster Anspruchsgruppen zusammenzubringen.

Die Preisverleihung findet am 4. September 2017 in Göttingen statt.